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Gravierende Sichheitslücke bei Prozessoren entdeckt

4.1.2018 - In den Prozessoren verschiedener Hersteller klafft eine riesige Sicherheitslücke.  Derzeit arbeiten Linux- und Windows-Entwickler mit Hochdruck an umfangreichen Sicherheits-Patches, die Angriffe auf Kernel-Schwachstellen verhindern sollen.

So soll es auf Grund dieser Lücke Angreiferen ohne größerem Aufwand möglich sein, Zugriff auf eigentlich geschützte Daten zu erhalten.

Googles Project Zero hat inzwischen auch Details zu der Sicherheitslücke in Prozessoren und den Auswirkungen veröffentlicht. Darin verweisen Googles Sicherheitsforscher auch auf die zwei Angriffsszenarien, die von anderen Sicherheitsexperten entwickelt wurden und die Spectre beziehungsweise Meltdown getauft wurden.

Zunächst war das Problem nur Intel Prozessoren zugeschrieben worden, wie in der Zwischenzeit bekannt wurde, sind auch die Prozessoren anderer Herstellen von der Lücke betroffen.

Google berichtet, dass mit einem Android-Security Update vom 2. Jänner diese Lücke bereits geschlossen zu haben.

Die Linux-Entwickler arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems. Das neue Schutz-Feature mit dem Namen KPTI ist für den Linux Kernel 4.15 bereits fertig, Backports für ältere Kernels sind in Arbeit.

Microsoft hat ebenfalls bereits reagiert und das für 9. Jänner geplante Update bereits am 4.1. freigegeben. Hier ist vor allem im Desktopbereich Vorsicht geboten, da durch die neuen Updates auch ein Update der meisten Antiviren-Produkte erfordern. Das Windows Update finden Sie hier: https://support.microsoft.com/en-us/help/4056890/windows-10-update-kb4056890

Apple zufolge wurden bereits durch ein früheres Security-Update Lücke zum Teil geschlossen, das Update auf macOS 10.3.3 wird weitere Fixes bringen.

Quelle: heise.de